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Stadtorchester Lienz

Das Frühlingskonzert des Stadtorchesters Lienz Anfang April steht ganz im Zeichen der Osterpassion. In der Kirche zur Hl. Familie erklingen unter der Leitung von Dirigent Gerald Mair Werke von Joseph Haydn und Franz Schmidt. Dabei ist die Zahl „Sieben“ die Verbindung zwischen den Komponisten.

Karten verfügbar
Samstag, den 06.April 2019 um 20:30 Uhr
Samstag, den 06.April 2019 um 21:45 Uhr
Freitag, den 05.April 2019 um 11:30 Uhr
Stadtkultur Lienz
Kirche Hl. Familie
frei
€ 18 pro Person
€ 9 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)
€ 20 pro Person
€ 10 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)

Als Solisten konnte das Orchester zwei einheimische Musiker und einen Osttiroler Schauspieler engagieren. Lukas Außerdorfer wird an der Orgel das Vorspiel zum zweiten Teil des Oratoriums „Das Buch mit sieben Siegeln“ von Schmidt und das abschließende „Halleluja“ zum Besten geben. Der Bariton Florian Mattersberger singt „Ich bin das A und O“ aus demselben Werk. „Das Buch mit sieben Siegeln“ ist ein 1937 fertiggestelltes und im Folgejahr in Wien uraufgeführtes Werk nach Motiven der biblischen Offenbarung des Johannes. Es waren Jahre von der ersten Skizze bis zur Vollendung des Werkes, welches als das größte des Komponisten Franz Schmidt gilt, vergangen. Das Herzstück des Konzertabends ist die Orchesterfassung von „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn aus dem Jahr 1787. Diese selten gehörte Fassung war die Erstfassung des Werkes, bevor Haydn eine Streichquartettfassung und die Fassung für Orchester, Chor und Solisten zu Papier brachte. Beauftragt wurde Haydn von einem Priester im spanischen Cadiz. Dieser bestellte sieben meditative Sätze - je einen für die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze - für die Karfreitagsliturgie. Der Schauspieler Dominik Raneburger trägt zwischen der Musik Haydns einen Text des deutschen Philologen Walter Jens vor.

Gerald Mair steht seit 2012 am Pult des Lienzer Klangkörpers. Aufgewachsen in Dölsach, strebte er seit der Volksschule eine musikalische Laufbahn an. Mit sieben Jahren begann er am Klavier zu spielen, mit 13 Jahren seine Ausbildung am Kontrabass an der Musikschule Lienzer Talboden. Wenige Jahre später wurde er Mitglied im Stadtorchester Lienz und wirkte dort bis 2011 als Kontrabassist mit. Nach dem Gymnasium folgte das Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in den Fächern Kontrabass, Dirigieren und Pädagogik. Zusätzlich studierte Mair Kulturmanagement. Seit 2015 betreibt er ein vertiefendes Dirigierstudium. Schon in jungen Jahren wurde Mair zu einem gefragten Gastdirigenten bei zahlreichen Kammerorchestern. Zum Abschluss des Meisterkurses für Dirigieren dirigierte er im Sommer 2011 bei den Festspielen St. Margarethen erstmals Beethovens VII. Sinfonie. Mit engagierten Musikern formierte er die Klangvereinigung Wien. Schon 2009 feierte dieses Orchester unter seiner Leitung auf seiner ersten Tournee internationale Erfolge.

Florian Mattersberger, geboren 1986, wuchs in Matrei i. O. auf. Er war Mitglied der örtlichen Musikkapelle, des Matreier Chores Unlimited und des Tiroler Landesjugendchores. 2009 bis 2012 absolvierte er das Studium für das Lehramt an Haupt- und Neuen Mittelschulen in den Fächern Deutsch und Musikerziehung an der Pädagogischen Hochschule Tirol. 2011 bis 2017 war er Mitglied des Extrachores des Tiroler Landestheaters, seit 2005 bereichert er die Vokalensembles Vocapella Innsbruck und Novo Canto. 2011 war er Mitbegründer des Osttiroler Vokalensembles StimmOktav. Mattersbergers bisherige persönliche musikalische Highlights waren unter anderem seine Auftritte als Bass-Solist bei zahlreichen Messen und Oratorien im In- und Ausland, Konzertreisen nach Mexico City, Kairo und Stockholm, die Mitwirkung bei diversen Opern am Tiroler Landestheater sowie Hauptrollen und Soli in Musicalproduktionen.

Lukas Außerdorfer, geboren 1993 in Lienz, erhielt seinen ersten Orgelunterricht bei Robert Wernig am Kärntner Landeskonservatorium und bei Alois Wendlinger an der Landesmusikschule Lienz. Seit 2012 studiert er Orgel-Konzertfach und Instrumentalpädagogik bei Hannfried Lucke sowie Musikerziehung am Mozarteum in Salzburg. Er konzertierte als Solist und Basso-continuo-Spieler unter anderem in Deutschland, Liechtenstein, Spanien und Polen, darunter mehrfach mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg. Seit 2016 ist Außerdorfer als Korrepetitor an der Landesmusikschule Sillian tätig.

Dominik Raneburger, geboren 1989 in Lienz, ist Schauspieler, studierte am Max Reinhardt Seminar in Wien und war während seines Studiums dort in diversen Produktionen zu sehen. Es folgten Engagements am Theater in der Josefstadt, am Schauspielhaus Wien, bei den Festspielen Reichenau und Ruhrfestspielen Recklinghausen, Teilnahmen an Theaterfestivals in Holland und Belgien sowie diverse Arbeiten am Luxemburger Nationaltheater und an Theatern in Berlin. 2014 bis 2016 war er festes Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses. Raneburger wirkte zudem bereits in zahlreichen Fernsehproduktionen mit (z.B. Soko Donau, Tatort, Vorstadtweiber).

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