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Selma - ein jüdisches Mädchen

Selma Meerbaum schrieb schon mit 15 Jahren berührende Gedichte und starb 18jährig im Arbeitslager in Michailowska. Schauspielerin Eva Maria Gintsberg bringt in ihrem Programm die Zartheit, Kraft, den Lebenshunger und die Lebensfreude dieser Poesie zum Vorschein und wird dabei von Stefan Manges am Akkordeon unterstützt.

Karten verfügbar
Samstag, den 22.September 2018 um 20:00 Uhr
Samstag, den 22.September 2018 um 21:15 Uhr
Freitag, den 21.September 2018 um 11:30 Uhr
Stadtkultur Lienz
Saal der Landesmusikschule
frei
€ 12 pro Person
€ 6 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)
€ 14 pro Person
€ 7 pro Person (SchülerInnen, StudentInnen, Präsenzdiener und Behinderte mit Ausweis)

Czernowitz, heute im westlichen Teil der Ukraine und von 1775 an der Habsburgermonarchie angehörend und bis 1918 ein Teil von Österreich - Ungarn, war die Heimat von Selma Merbaum (auch Selma Meerbaum-Eisinger).

Das Programm Selma ist eine Hommage an dieses junge jüdische Mädchen, dass viel zu früh, mit 18 Jahren in einem Arbeitslager in Michailowska starb.

1924 wurde sie in Czernowitz geboren, mit 15 Jahren hat sie bereits Gedichte geschrieben und auch aus dem Französischen, Rumänischen und Jiddischen übersetzt. 58 ihrer Gedichte sind glücklicherweise über Freunde von Selma erhalten geblieben und in dem einzigen Gedichtband Blütenlese zusammengefasst. Ein junges, außerordentlich begabtes Mädchen, sie war die Großcousine des berühmten Paul Celan und zählt mit Rose Ausländer zum Dreigestirn der Bukowina.

Heute gehört ihr Gedichtband zur Weltliteratur. (Marion Tauschwitz: Selma Merbaum, Ich habe keine Zeit gehabt zu Ende zu schreiben, Biografie und Gedichte, 2014, Klampen Verlag. (Klappentext)) – Selma liebte Musik, man hört es in ihren Texten, in ihren Gedanken, sie bringt die Sprache zum Klingen.

Ein berührendes Gedicht steht am Schluss ihres kleinen Werkes:

Das ist das Schwerste: sich verschenken
und wissen, daß man überflüssig ist,
sich ganz zu geben und zu denken,
daß man wie Rauch ins Nichts verfließt.

23.12.1941

Mit rotem Stift hinzugefügt:
Ich habe keine Zeit gehabt zu Ende zu
schreiben. Schade daß du dich nicht von
mir empfehlen wolltest.
Alles Gute Selma.

"Die Vorleserin" Eva Maria Gintsberg wurde 1966 in St.Johann i.T. geboren, sie absolvierte die Schauspielausbildung am Tiroler Landetheater in Innsbruck, in Zürich und Wien, wo sie das Studium 1990 abschloss.

Seither zahlreiche Engagements im deutschsprachigen Raum. Außerdem Ausbildung zum "Ganzheitilichen Individuationstraining" und Tätigkeit als Coach und Seminarleiterin.

Als "Die Vorleserin" tritt sie seit 2012 gemeinsam mit Musikern in einem Format auf, das eine Mischung aus Taschentheater, Erzählbühne und Salonorchester ist. In Lienz war sie schon mit dem Programm "Tiroler Schnitzel & Wiener Speckknödel" zu erleben.

Selma – Ein jüdisches Mädchen | Die Vorleserin

Stefan Manges — Akkordeon spielte im Laufe seiner musikalischen Entwicklung Akkordeon, Klavier und Keyboards. Er experimentierte mit unterschiedlichen Musikstilen: von alpiner Volksmusik, Klassik über Gothic metal und Fusion zu osteuropäischem Folk und Balkan. Diesem widmet er sich nun schon seit Jahren mit großem Interesse, das durch zahlreiche Reisen und musikalische Begegnungen ständig vertieft wurde.

 

Kartenreservierung

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